Laute Stimmen der Literatur

Ein Sprechreigen für 6 Stimmen und Klavier

Mit dem Sprechensemble der Akademie für gesprochenes Wort und Gästen


Am Klavier: Michael Lieb

Regie: Felix Heller


Langsam beginnt es zu rumoren, 6 Stimmen nehmen die Bühne ein, Künstler*innnen, besser gesagt Sprecher*innen. Mit ihnen melden sich diejenigen zu Wort, die trotz aufkeimender kunstfeindlicher Ideologien nicht leiser wurden: Kurt Tucholsky, Thomas Mann, Mascha Kaléko, Erich Kästner, Vicky Baum, Irmgard Keun und andere. Im Angesicht des Schreckens waren sie in der Lage, ironisch, böse, ehrlich und direkt zu schreiben und das nahende Grauen trotz alledem nicht aus den Augen zu verlieren. Sie nutzten das Wort in Sprache und Schrift, um laut zu sein – niemals dürfen der vergangene Schrecken und die ihn erahnenden Stimmen vergessen werden. Darum sollen sie an diesem Abend, der heute nötiger denn je erscheint, unüberhörbar sein. Solistisch, chorisch, einsam, gemeinsam. „Erst wenn die Mutigen klug und die Klugen mutig geworden sind, wird das zu spüren sein, was irrtümlicherweise schon oft festgestellt wurde: ein Fortschritt der Menschheit." (Erich Kästner)