SPOKEN ARTS - DIE LANGE NACHT

"Salon der Künste. Zauber.Tanz.Text"

Regie: Angelika Luz


Im Ausdruckstanz der 1920er-Jahre mit seiner Initiatorin Mary Wigman entwickelte sich die Idee von der Freiheit des Individuums mit der ihm eigenen und unverwechselbaren Körpersprache gegen das System vereinheitlichter Bewegungsabläufe. Das Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist im lebendigen Kontakt mit der Natur stand für die Freiheit des Menschen jenseits gesellschaftlicher Zwänge. In der Faszination neuer Bilder, im Rausch der Drogen und in der Illusion der Zauberkunst experimentierten die Menschen mit dem Überschreiten ihrer Realität und erlebten die Lust am Spiel mit Täuschung, Entlarvung und Manipulation. Der „Salon der Künste“ schlägt im Dialog der Disziplinen von Literatur, Tanz und Zauberkunst den Bogen zu unserer Gegenwart. Die Allmachtsfantasien sind da. Wird der Mensch unsterblich werden? Transhumanistische Ideen verwirklichen sich. In welche Richtung bewegen wir uns? Freiheit oder Manipulation? In Verbindung mit dem befreiten Tanz der Künstlerin und den Staunen machenden Künsten des Zauberers entsteht im literarischen Durchleuchten und Erfahren unserer Existenz ein Kaleidoskop, das uns aus der Zeit der 1920er-Jahre bis in die Gegenwart führt.